Hat der alte Hexenmeister
sich doch einmal weg begeben!

Und nun sollen seine Geister
auch nach meinem Willen leben.

Seine Worte und Werke
merkt ich und den Brauch,

und mit Geistesstärke
tu ich Wunder auch.

 

Hmm, welch zauberhafte Sachen,
was kann ich damit wohl alles machen?

Schuhe, Hut und Besen,
wie war das noch gewesen...

 

Soll ich, oder soll ich nicht,
ach, ich glaub, ich trau mich nicht....

 

Je länger ich betrachte die Schuh,
wispert eine Stimme Mut mir zu.

Hast es doch so oft gesehen,
weißt doch wie es kann geschehen.

 

Angepaßt der rechte Schuh,
jetzt kommt der linke noch hinzu.

 

Die Schuhe an und eins, zwei, drei,
gleich geht es los mit der Hexerei.

 

Mit den Schuhen es allein nicht geht,
doch hier noch einiges an Zauberwerkzeug steht.

 

Den Hut will ich jetzt nehmen,
denn er darf beim Zaubern nicht fehlen.

 

Mit Schuh und Hut bin ich schon fein,
bald werde ich eine Hexe sein.

 

Mir jetzt nur noch der Besen fehlt,
damit es in die Lüfte geht.

 

Ich weiß, den Besen nehmen darf ich nicht,
ich hoffe nicht zu streng wird des Meisters Gericht.

 

Ich hab ihn fest in meiner Hand,
nun flieg ich mit ihm in ein fernes Land.

 

Das Bein gehoben, ich steig auf,
Schicksal, nimm nun Deinen Lauf.

 

So ganz der Sache ich nicht trau,
im Magen wird mir schon ganz flau.

Beim Meister hab ich´s oft gesehn,
warum soll es bei mir nicht gehn.

 

Ene mene mei,
flieg los Kartoffelbrei.

Hex! Hex!

 

Hoppla, das hat so nicht geklappt,
ich habe wohl was falsch gemacht.

Nur den Mut jetzt nicht verlieren,
ich werd es gleich nochmal probieren.

 

Nochmal drüber nachgedacht,
jetzt weiß ich, wie man's richtig macht.

 

Und nun komm, Du alter Besen,
laß uns meine Neugier stillen,
bist schon lang des Meisters Knecht gewesen,
nun erfüll' auch meinen Willen.

In die Lüfte Dich erheben
und mit mir ins Traumland schweben.

 

Stehe stehe! Ich hab lang genug auf Dir gesessen,
ach ich merk es, wehe wehe, hab ich das Brems-Wort jetzt vergessen.

 

Oh, Du Ausgeburt der Hölle,
wirfst mich ab an dieser Stelle.

Ich wollt greifen nach den Sternen,
doch ich muß wohl noch viel lernen.

 

Für heute habe ich genug,
weg die Schuhe, weg der Hut.

 

Und auch der Besen in die Ecke,
Besen! Besen! seid's gewesen. Denn als Geister
ruft Euch nur zu seinem Zwecke,
erst hervor der alte Meister.

 

Alles wieder an Ort und Stell,
ich verzieh' mich jetzt ganz schnell.

 

zurück