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Zahlen spielten bei allen Völkern und in allen Zeiten eine wichtige
Rolle, hatten sie doch ihre eigene Magie und Mystik. Die Menschen machten
sie sich immer wieder zu Nutzen.
Die Eins ist die Einheit und der Anfang aller Dinge. Sie gehört
zum Element Feuer. Es ist die Zahl der Sonne, des Lebens und des Wachstums.
Von der Eins geht alles aus. Sie ist immer der Beginn, sie selbst hat
weder Anfang noch Ende. Sie ist das Symbol der Einheit, der Gottheit.
Die Zwei ist die Zahl der Gegensätze und der Zweisamkeit, der Verbindungen.
Die Zwei ist die erste Zahl über der Einheit und ohne sie gäbe
es keine Entwicklung. Es gibt zwei Geschlechter, die Tagundnachtgleichen,
die Sonnenwenden. Es ist aber auch die Zahl der Zwietracht und Abspaltung.
Die Zwei ist die erste weibliche Zahl und wird dem Mond zugeordnet. Die
Zwei ist das Symbol der Zweisamkeit aber auch der Zwietracht.
Die Drei ist die Zahl der Entspannung. Aus der Zweisamkeit wird ein
Drittes, so wie die dreifachen Götter. Die Göttin als Jungfrau
(Persephone), als Mutter (Demeter) als Alte (Hekate). Auch der Zeitbegriff
steht in dieser Dreifaltigkeit: Vergangenheit, Gegenwart, Zukunft. Das
Bild der Drei ist das Dreieck. Die Drei ist das Symbol der Dreifaltigkeit,
eine Glückzahl.
Die Vier ist eine irdische Zahl. Es gibt vier Elemente: Feuer, Erde,
Wasser und Luft. Die Vier steht für die vier Himmelsrichtungen und
ist ein magisches altes Zeichen. Sie ist die Grundlage zur Beurteilung
des Bestehens. Verstand, Gefühl, Vermutung und Gelehrsamkeit. Das
Bild der vier ist das Quadrat. Die Vier ist das Symbol der sichtbaren,
greifbaren Welt der Dinge, der Elemente.
Die Fünf besteht aus der Ersten geraden und ungeraden Zahl. Sie
verbindet Gegensätze und verfügt über große Kraft.
Ihr Bild ist das Pentagramm, welches als Symbol für den Menschen
steht und über große magische Kraft verfügt. Die Fünf
ist geistige Energie und vertreibt Geister. Sie kommt nach der irdischen
Ebene (der Vier) und stellt reinen Geist dar. Die Fünf ist das Symbol
der zusammengesetzten Kraft.
Die Sechs ist eine vollkommene Zahl. Ihr Bild ist das Hexagramm, ein
Stern aus zwei Dreiecken mit einer Spitze nach oben und einer nach unten.
Die Spitze oben ist das Zeichen für Feuer, die unten das Zeichen
für Wasser. Die Sechs vereint gleichwertige Gegensätze harmonisch
in der diesseitigen Welt. Sexuallität, Heirat und Kommunikation sind
Themen der Sechs. Die Sechs ist das Symbol der Gottheit in der Welt.
Die sieben ist das Bewegliche im menschlichen Leben (wie im Tarot der
Wagen). Sie ist die Zahl der magischen Kräfte. Körper (4) und
Geist (3) werden vereint und bilden so die kosmische Ganzheit. Es gibt
sieben Chakras, sieben innere Planeten aber auch sieben Plagen. Der Körper
regeneriert alle sieben Jahre seine Zellen. Mit der Sieben beginnt der
Bereich der Höheren Zahlen. Die Sieben ist die Schwelle zur Anderswelt
und Saturn ist der Hüter dieser Schwelle. Die Sieben ist das Symbol
der Planeten aber auch der sieben Plagen.
Die Acht ist die Zahl der Gerechtigkeit und der Fülle (im Tarot
die Gerechtigkeit). Die Acht vollendet die Oktave und eine höhere
Ebene beginnt. Eine querliegende Acht ist das Zeichen der Unendlichkeit.
Ein altes Bild des spirituellen Weges ist das achtspeichige Rad, ein Symbol
für die große Göttin in ihrer Funktion als Gebieterin
des Schicksals. Die Acht ist das Symbol der Rettung, Sinnbild der Weihe
und sie ist eine Glückszahl.
Die Neun ist den Musen geweiht. Den Göttinnen der Wissenschaft
und der Kunst (im Tarot der Eremit). Ihr vielfaches läßt sich
am Ende immer wieder auf Neun zurückbringen (3x9=27, Quersumme 2+7=9).
Diese Zahl bleibt immer erhalten und bleibt immer sie selbst, dadurch
bekommt diese Zahl eine Beziehung zum göttlichen Urgrund, der war,
ist und sein wird. Die Neun ist eine heilige Zahl. Die Neun ist das Symbol
der Vollendung und als 3x3 eine verstärkt wirkende Drei.
Die Zehn ist Vollendung eines Zyklus. Mit ihr wird die Zahlenreihe der
Einser beendet und die der Zehner angefangen. Die Zehn besteht aus der
Eins und Null, hier verbindet sich der Anfang mit dem Nichts, symbolisiert
durch die Null. Die Zehn ist eine heilige Zahl. Es gibt zehn Gebote. Zehn
Sepiroth hat der kabbalistische Baum des Lebens. Fastenrituale und Reinigungen
dauern zehn Tage. Die Zehn ist das Symbol der Vollendung, die reine Vollkommenheit
in Anlehnung der zehn Gebote.
Die Zahl Elf überschreitet den Zehner, der die Zahl der Gebote
und des Gesetzes ist, so bleibt sie unter dem Zwölfer, der Zahl der
Gnade und Vollkommenheit. Die Zahl Elf ist die Zahl der Reuigen und Sünder.
Diese Zahl hat nichts mit dem Göttlichen und dem Himmlischen gemeinsam,
sie besitzt keine Anziehung und hat auch keinen Verdienst.. Die Elf ist
das Symbol der Sünde.
Die Zwölf ist eine magische Zahl. Es gibt zwölf Monate, die
das Jahr vollenden. Mit zwölf Sternen ist die Himmelskönigin
gekrönt. Die Uhr geht bis 12, dann ist der Kreis vollendet. Es gibt
12 Tierkreiszeichen. und das gute alte Dutzend war früher eine gängige
Maßeinheit. Es gibt 12 Apostel. Die Zwölf ist das Symbol für
das runde Dutzend, die Apostel, Sinnbild der Heiligkeit und Seligkeit.
Die Dreizehn ist für Hexen eine heilige Zahl. Das Jahr hat 12 Monate,
aber 13 Monde vollenden das Jahr im Lauf der Erde um die Sonne. Die Dreizehn
steht mit dem Mond in Verbindung und somit auch zu allen Mondgöttinnen.
Die Dreizehn entspricht der Ordnung der großen Göttin, der
großen Mutter. Viele Hexenzirkel nehmen nicht mehr als 13 Mitglieder
auf. Frauen sind duch ihren Zyklus mit dem Mond und der Zahl dreizehn
verbunden. Die Dreizehn wurde erst durch das frauenverachtende, patriarcharlische
Christentum zu einer Unglückszahl gemacht. Die Dreizehn symbolisiert
die Unglückszahl des Christentums. Naturreligionen sehen die Dreizehn
aber nicht als Ünglückszahl.

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