Die Entstehung und der Ursprung der Tarot-Karten liegen im Dunkeln. Es gibt zwar mehrere Hypothesen, aber keine davon liefert ausreichende Beweise. Im 18. Jahrhundert wurde das Tarot wieder als Mittel zur Weissagung verwendet.

Das Tarot besteht aus 78 Karten. Die 22 Karten der Großen Arkana sind sehr wahrscheinlich älterem Ursprungs. Man vermutet, daß die Entstehung der 56 Karten der Kleinen Arkana im Mittelalter zu suchen ist. Dafür sprechen die vier Symbole, die als mittelalterliche Stände verstanden werden können. So stehen die Schwerter für die Ritter, die Kelche für den Klerus, die Münzen für die Kaufleute und die Stäbe für die Bauern. Die Symbole der Kleinen Arkana lassen sich aber auch den vier Grundelementen zuordnen. Die Stäbe entsprechen dem Feuer, die Schwerter der Luft, die Münzen der Erde und die Kelche dem Wasser.

Noch nie war Tarot so beliebt und verbreitet wie in der heutigen Zeit. Schön illustrierte Kartendecks weisen den Weg in die Tiefe der Persönlichkeit, den Weg des Lernens, der Bewährung und der Weisheit. Wenn Du Dich mit Tarot beschäftigen willst, mußt Du einige Dinge beachten. Zuerst schaffe Dir eine gemütliche und entspannte Atmosphäre (z.B. durch Duftlampen, Kerzen, usw.) und sorge dafür, daß Du nicht gestört oder abgelenkt wirst. Schön ist es, wenn Du für Dein Tarot eine schöne Decke als Unterlage benutzt. Ich benutze z.B. eine dunkelblaue Samtdecke mit einer Goldborde.

Die nachfolgenden Beschreibungen zu den einzelnen Karten können nur Denkanstösse bieten. Die Karten selber sind nur Wegweiser, es kommt darauf an, ob Du den Wegweisern folgst und wie Du ihnen folgst, ist Deine Sache. Jeder sollte seine eigene Beziehung zu den Karten und eigene Deutungsansätze erarbeiten.

Ich werde von den vielen Decks das Rider-Waite-Deck betrachten. Desweiteren werde ich nur die Karten der Großen Arkana beschreiben, da sie den Großteil des menschlichen Schicksals wiederspiegeln können.

Die Großen Arkana bestehen eigentlich nur aus 21 Karten, die sich wiederum in drei Gruppen zu je sieben Karten aufteilen lassen. Hierbei durchläuft die Karte Null, der Narr, drei Etappen.

Ich fange deshalb hier mit der Beschreibung des Narren an:

0. Der Narr

Sein Wesen: Impulsivität, Passivität, Dummheit, Abenteuerdrang, Freiheitsdrang, Risikobereitschaft und kindliche Naivität


Der Narr ist immer lustig und bunt , egal wie es in ihm aussieht. Sein Wissen ist noch gering, worauf sein kleines Gepäck symbolisch hiweisen soll. Er steht meist am Ende einer Anhöhe vor einem Abgrund und sucht seinen Weg. Er wird oft mit geschlossenen oder verbundenen Augen dargestellt, was seine Suche nach Einsicht symbolisiert. Oft trägt er einen Suchstab und wird von einem Hund begleitet. Der Hund verkörpert den Archetyp im Narren, der ihn vor dem Abgrund oder den falschen Weg bewahrt. Alles weist beim Betrachten dieser Karte daraufhin, daß das Leben mit Leichtigkeit und mit Lustigkeit zu bewältigen ist. Das Leben ist aber nicht so leicht und unbeschwert, der Narr steht noch am Anfang und kann noch viel lernen.

 

 

weiter

zurück zur Homepage